Pressestimmen

Chorkonzert «Begegnungen»

“...Das «Miserere mei, Deus» von Gregorio Allegri (1582–1652) und das geistliche Werk «An den Wassern zu Babel» von Heinrich Schütz (1585–1672) wurden in Doppelchören von den Altar-nahen Seitenbalkonen vorgetragen. Diese in ihrem Zusammenklang bewundernden Auftritte liessen von der Höhe herab den Kirchenraum in seinen sphärischen Dimensionen erleben. Eingeleitet in die Neuzeit wurde der Wechsel mit «Media Vita» des jetzt 52-jährigen Iren Michael McGlynn. Zum rhythmischen Impuls von Trommelschlägen schritt der gesamte Chor singend durch den Mittelgang in den Altarraum. Der Norweger Ola Gjeilo, geboren 1978, der in «Northern Lights» dem arktischen Lichtspiel so berauschende Klangfarben verliehen hat, gestaltete sein «Prelude» als Rahmenhandlung mit filigranem Mittelteil... Spontanen Beifall und viel Schmunzeln im Publikum erregte der quirlige, choreografisch rassig aufgemachte Beitrag «Chili von Carne» des Schweden Anders Edenroth (*1963). Das offizielle Programm endete mit einem 2013 geschriebenen Arrangement des Engländers Jim Clements «Wade in the Water», in dem sich Chor und Tänzerinnen singend und tanzend mit Jazzelementen verabschiedeten. In Würdigung des gesamten Konzertverlaufs ist hervorzuheben, dass die Singknaben stimmlich und technisch virtuos allen Anforderungen entsprachen und so ihre Lust an Gesang und vermittelten. Die Tanzgruppe, die das Geschehen visuell erweiterte, trug in Interpretation der Klangschönheit zu einem künstlerischen Gesamtbild bei, in dem Grenzen verfliessen...“

Solothurner-Zeitung, 19.9. 2016

Schweizer Chor zeigt seine große Vielseitigkeit

Die Singknaben der St. Ursen-Kathedrale Solothurn beeindrucken mit anspruchsvollen Darbietungen das Publikum beim Konzert in Dom und ernten dafür frenetischen Applaus.

“...Wie sehr sie zu Hause in allen Musikrichtungen sind, bewiesen die Singknaben der St.Ursen-Kathedrale Solothurn. Bei ihrem Samstagskonzert in Dom sangen sie geistliche Lieder des 17., 20. und 21. Jahrhunderts... Die Knaben und Jungmänner singen sicher in allen Lagen. Das weit gespannte Klangbild kommt präzise und schön daher. Unlösbare Schwierigkeiten scheinen die Singknaben nicht zu kennen... Bravorufe und frenetischer Applaus dankte den Interpreten. Die beiden szenische Darstellungen zu den Zugaben reizten zu lachen. Die Singknaben der Ursen-Kathedrale Solothurn zeigten sich an diesem Abend von ihrer besten Seite.“

Badische-Zeitung, 16. August 2016

Zauberhaftes Rankwerk aus Stimmen und Instrumenten – Weihnachtsoratorium von J.S. Bach

“...Dieser Konzertabend gehört zu den ehernen Traditionen: «Nur so kann es in Stadt und Land richtig Weihnachten werden», lautet eine häufig gehörte Aussage. Dafür spricht, dass die Jesuitenkirche diesmal bis zum letzten Platz – selbst oben auf den Galerien – besetzt war. Denn dieses unmittelbare Erlebnis können auch die heutzutage guten Tonträger nicht ersetzen... Das Publikum dankte mit nicht enden wollendem Beifall, den die Singknabenmit zwei zusätzlichen, stimmlich fein gesponnenen Chorsätzen beantworteten.“

Solothurner-Zeitung, 14.12.2015

Singknaben der St. Ursenkathedrale mit feierlichem Chorgesang

Im Rahmen der «500 Jahre Solothurnisches Leimental» bekräftigten die Singknaben der St. Ursenkathedrale mit feierlichem Chorgesang die Wertschätzung Solothurns für den Wallfahrtsort und das solothurnische Leimental.

“...Der älteste Knabenchor der Schweiz unter Leitung des omnipräsenten Andreas Reize faszinierte von Beginn weg durch die Harmonie von schönen, hellen Knaben- und kräftigen Männerstimmen. Erst servierten die Sänger das scharfe choreographisch aufgepeppte «Chili con carne» mit aufgesetzten Sonnenbrillen und liessen dann als Zugabe den jagenden Bündner «Chasper Chatschader» unter schneidigem Halli Hallo mit Gewehr und Jägerhütlein paradieren. Mit dem Gospel «Joshua» und einem ellenlangen, mächtigen Applaus endete die ökumenische Abendfeier.“

Wochenblatt für das Schwarzbubenland und Laufental, 14.5.2015

Viel Beifall für pfefferscharfe Chormusik

“...Wie das Gabrieli vorsah und selber getan hätte, teilte der musikalische Leiter Andreas Reize seinen über 60 Kehlen starken Chor in Gruppen auf. Die verteilten sich auf verschiedene Stellen der Kirche. Der dadurch entstandene beeindruckende Raumklang wurde durch unterschiedliche, fein abgestimmte wechselnde Dynamik subtil ausgenutzt. Vom ersten Ton an beherrschten Faszination und freudige Erwartung die Atmosphäre. Das Publikum lauschte gefesselt. Es machte sich Bewunderung breit für die jungen Leute, die heute den ältesten Knabenchor der Schweiz bilden. Mit lauter geistlichen Motetten – alle mit anderer Aufstellung – gestaltete er den ersten Konzertteil. Mit diesen konnten die jungen Sänger ihr erstaunliches Können offenbaren. Damit liess Reize aber auch die unterschiedlichen Musikepochen, insbesondere des Kirchengesangs vorüberziehen. Da durfte natürlich der grosse Johann Sebastian Bach nicht fehlen. Mit seinem «Komm, Jesu, komm» BWV 229 beschlossen die Singknabenihren ersten Konzertteil, um direkt in den zweiten, weltlichen zu wechseln. Den begannen sie mit «Dr Heimetvogel», also dem Lied, das alle aus dem Schulgesangsbuch zu kennen glauben... Das stellte für die jungen Kehlen genau so wenig ein Problem dar, wie das Arrangement von Heinz Krato zum nachfolgenden Titel der «Beatles». Besonderen Spass schien den Jungs der berndeutsche Titel zu bereiten. Da sprach sie wohl eher der Text an. Darin sinniert nämlich Mani Matter in seiner typischen, amüsanten Art über ein Sandwich nach...“

Solothurner-Zeitung, 15.9. 2014

Kleine Besetzung der St.-Ursen-Singknaben ganz gross

“... Die Singknaben der St.-Ursen-Kathedrale Solothurn traten in ihrer kleinen Besetzung auf:
32 Knaben und junge Männer. Vom ersten bis zum letzten Ton auffallend intonationssicher, vom zarten Piano bis zum kräftigen Forte erfreulich ausgewogen innerhalb der Register wie auch im gesamten Chor, präsentierten sie den Chor in Bestform: sprachlich über weiteste Strecken präsent und dank Intensivprobenphasen und hörbar guter Stimmbildung bestens vorbereitet. Jeder Einsatz kam klar, sicher und präzise zu Gehör, auch bei sehr raschen oder fugierten Einsätzen oder nach längeren Chorpausen gab es keinerlei Anlaufschwierigkeiten; stets war der Chor wach, beweglich, einsatzfreudig.
Für ihre gelungene Darbietung 
erhielten alle Mitwirkenden stehend gebotenen, verdienten Applaus aus 
der annähernd vollbesetzten Klosterkirche...“

Zofinger Tagblatt, 15.4. 2014

Passionsmusik als dramatisches Ereignis

“... Eine Aufführung, die im Innersten zusammengehalten wurde und die Leidensgeschichte Jesu nachempfinden liess.Andreas Reize wählte dafür die kleine Chorbesetzung, die durchwegs mit dichtem, homogenem Klangbild und dramatischer Verve überzeugte. Die Singknabenloteten ihren Part mit klar geformter Polyfonie aus. Pointiert die Einwürfe «Er ist des Todes schuldig», die Sprünge bei «Kreuzige» und prägnant der Tanz um Jesus Rock «Lasset den uns nicht zerteilen». Besonderes Lob verdient auch das cantus firmus consort, welches auf Instrumenten in historischer Bauweise und Stimmung in kammermusikalischer Besetzung musiziert: sauber intonierende Streicher, klangschöne Oboen und Traversflöten... Unter Andreas Reizes Leitung erschütterte ein dramatisches Ereignis die Jesuitenkirche, ein Ereignis, das eine spirituelle Atmosphäre schuf und verdient stehende Ovationen erntete.
Als Spezialist für Alte Musik und als erfahrener Chorpädagoge legt Andreas Reize Wert auf eine transparente Klangbalance...“

Solothurner-Zeitung, 14.4. 2014