Limita

Kinderschutz in Vereinen, Verbänden & Institutionen
Vereine, Verbände und sonstige Institutionen und Organisationen leben vom freiwilligen Engagement ihrer Mitglieder. Sie bilden tragfähige, soziale Netzwerke mit vielfältigsten Angeboten für jung und alt. Im Vereinswesen treffen Frauen und Mädchen auf Männer und Buben; sie lernen voneinander, spielen und begegnen einander. Dabei entstehen persönliche Beziehungen und auch körperliche Berührungen, die meisten davon im gegenseitigen Einverständnis und zur beidseitigen Freude.

Weshalb Prävention sexueller Ausbeutung?
Sexuelle Ausbeutung bildet in allen Formen einen zentralen Angriff auf die Persönlichkeit der/des Betroffenen. Grenzverletzungen im sexuellen Bereich – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – können die Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen. Sexuelle Ausbeutung darf kein Tabuthema mehr sein.

Sensibilisierung und Prävention sind wichtig, denn

  • In jedem Verein, Verband, in jeder Institution und Organisation können Abhängigkeiten und heikle Situationen entstehen zwischen Kinder, Jugendliche und Erwachsenen, die von Erwachsenen mit sexuellen Motiven ausgenutzt werden.
  • Sexualisierte Gewalt oder sexuelle Belästigungen kommen auch unter Kindern und Jugendlichen vor; wenn dies in einem Lager geschieht, müssen die Verantwortlichen richtig reagieren.
  • Viele Männer, die sich in der Jugendarbeit engagieren sind verunsichert, inwieweit sie Kinder und Jugendliche noch berühren dürfen.
  • Menschen mit pädosexuellen Neigungen suchen die Nähe und den Kontakt zu Kindern und engagieren in der freiwilligen oder beruflichen Arbeit mit Kindern.
  • Kinder und Jugendliche haben oft ein hohes Vertrauen in ihre Leiter/innen und Betreuungspersonen. Das kann sie dazu bewegen, von erlittenen Handlungen zu sprechen. Es ist gut, wenn die Verantwortlichen wissen, wie sie darauf richtig reagieren.

Verein und Fachstellen Limita
Der Verein Limita wurde 1990 gegründet. Er ist politisch und konfessionell unabhängig. Sein Zweck ist es, sexuelle Ausbeutung vorzubeugen und den Aufbau von Strukturen zu fördern, die es ermöglichen, bereits stattfindende sexuelle Ausbeutung zu beenden.

Seit 1997 führt der Verein eine Fachstelle mit Sitz in Zürich. Die Facharbeit von Limita basiert auf neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem aktuellen State of the Art der Prävention – die Vermittlung in der Praxis geschieht sehr anwendungs- und praxisorientiert.

Fachstelle Limita
Die Fachstelle Limita berät Vereine, Verbände, Kirchgemeinden und andere Institutionen in der Prävention sexueller Ausbeutung. Zum Angebot gehören Broschüren, Referate, Workshops, Kurse für Präventionsverantwortliche, sowie die Begleitung von Projekten zur Prävention sexueller Ausbeutung. Im Fall eines Verdachts auf sexuelle Ausbeutung stehen Limita Fachpersonen als Berater zur Verfügung.

Die Fachstelle Limita rät Vereinen zu konkreten Präventionsmassnahmen (Limita-Selbstverpflichtung). Dazu gehört die Limita Mitgliedschaft sowie die Benennung einer Kontaktperson, welche innerhalb des Vereins als Ansprechperson bei Grenzverletzung zur Verfügung stehen.

Bei aller Prävention ist es wichtig, eine Atmosphäre des „normalen“ Umgangs miteinander zu schaffen.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie mehr über den Kinderschutz in Ihrem Verein erfahren? Besuchen Sie unsere Webseiten www.limita.ch oder rufen Sie uns an: Fachstelle Limita +41 44 450 85 20.