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Die Konzertreise der Singknaben führte im Herbst 2002 nach Südfrankreich mit Konzerten in Grenoble, Aix-en-Provence, Alès, Béziers, Carpentras und Lyon.
Gastfamilien
Am Samstag, dem 28. September erreichte der Chor nach langer Fahrt Grenoble, den ersten Konzertort. Von den warmen Temperaturen, die in den folgenden Tagen Normalzustand sein sollten, war noch wenig zu spüren, doch der herzliche Empfang durch die Gastfamilien inklusive der Verteilung der Sänger mit Hilfe farbiger Aufkleber, um Verständi-gungsproblemen vorzubeugen machte dies mehr als wett.

Wie üblich wurden die Sänger während der ganzen Woche von Familien beherbergt, die sich immer wieder interessiert zeigten, etwas über ihre Gäste zu erfahren. Zum Dank für ihre Gastfreundschaft bescherten die Singknaben den Familien und den übrigen Zuhörern während der ganzen Woche gute Konzerte. So auch in Alès, das nur wenige Wochen zuvor noch von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden war. Die Familien hatten jedoch beschlossen uns trotzdem aufzunehmen. Als Dank brachten die Singknaben die Kollekte des Betttagkonzerts in Solothurn mit und spendeten diese zusammen mit der Kollekte aus dem Konzert in Alès dem Roten Kreuz.

Das Konzertprogramm
Das Programm bestand aus geistlichen Motetten von Heinrich Schütz, Johann Christoph Friedrich Bach, Felix Mendelssohn und Hugo Distler sowie Volksliedern in den vier Landessprachen. Wie schon in den Jahren zuvor wurden die Singknaben vom Ensemble l'arcata aus Basel unterstützt, das den Chor auf alten Instrumenten begleitete und mit seinem hervorragenden Spiel wesentlich zum Erfolg beitrug.
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Mit dem Bus unterwegs
Am Sonntag verliessen die Singknaben Grenoble und machten sich nun endgültig auf Richtung Süden. Gefahren wurden sie von Giuseppe, der auch im oftmals sehr verwirrenden und chaotischen Verkehrsgetümmel Südfrankreichs nie den Kopf verlor – nicht einmal mit einem ungeduldigen Chor im Nacken.
Ein Tag am Meer
Zwischen den Konzerten blieb immer wieder Zeit, die Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Region zu bestaunen, sei es die Brücke in Avignon, den Pont du Gard oder schlicht den menschenleeren Strand. Sogar ein «freier Tag» am Meer war im Programm, den die Sänger dazu benutzten zu baden oder Strandfussball zu spielen.

Fussball gespielt wurde jedoch nicht nur am Strand: wie immer, wenn die Singknaben reisen, werden Ballspiele mit grosser Hingabe gespielt. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die Singknaben zum inoffiziellen «Raststätten-Meister» avancierten.
Wohl nicht zuletzt dank solcher Spiele war dieses Jahr die Stimmung sehr friedlich und angenehm. Dies machte sich auch am «konzertfreien» Abend in Arles bemerkbar, an dem die Singknaben in einer Jugendherberge übernachteten. Die Reise war also ein voller Erfolg und lässt viele schöne Erinnerungen zurück.
Gabriel Sollberger
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