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Die traditionelle Herbstreise führte die Singknaben in diesem Jahr nach Deutschland mit Konzerten in Heppenheim, Alzey, Allheim Niedergude, Osnabrück, Wuppertal, Ansbach und Kenzingen.

Gastfreundschaft

Der Chor war während der ganzen Reise ausgesprochen herzlich empfangen worden. Die Gastfamilien waren immer sehr bemüht um das Wohlergehen der zum Teil noch recht jungen Sänger. Aber auch um die "Grossen" kümmerten sie sich rührend und waren immer darauf bedacht einem die Spezialitäten des jeweiligen Gebiets nahezubringen - wie zum Beispiel den Wein aus dem Rheinland.



Die Singknaben dankten ihnen ihre Gastfreundschaft mit guten Konzerten: bereits am ersten Abend, in Heppenheim an der Bergstrasse, wurde der Chor mit einer "standing ovation" belohnt. Auch an den folgenden Konzertorten, Alzey, Allheim Niedergude, in Osnabrück, wo wir im - sich gerade im Umbau befindlichen - Dom singen durften, in Wuppertal, Ansbach und Kenzingen zeigten die Singknaben eine solide Leistung, was das aufmerksame Publikum zu schätzen wusste.

Vielseitiges Konzertprogramm

Die Singknaben führten ein "bunt gemischtes" Konzertprogramm auf: es waren sowohl geistliche Werke aus allen Epochen als auch klassische Volkslieder unter dem Motto "viersprachige Schweiz - vielsprachiges Europa" enthalten. Dabei stach vor allem die Motette "Wachet auf ruft uns die Stimme" von Johann Christoph Friedrich Bach hervor. Das zwanzigminütige Werk stellte die Singknaben vor eine grosse Herausforderung, die sie jedoch gut zu meistern wussten - Neue Osnabrücker Zeitung zur Motette 'Wachet auf': "... hier schlug Können bisweilen um in Kunst ..."



Unterstützung erhielt der Chor bei seinen Konzerten vom Ensemble l'arcata aus Basel, welches die Sänger auf alten Instrumenten begleitete und mit seiner professionellen Leistung einiges zum gelungenen Hörerlebnis beitrug. Besondere Freude hatten die deutschen Zuhörer jedoch an der Zugabe: dem eigens für diese Reise einstudierten deutschen Volkslied "kein schöner Land".

Neben den Konzerten wurde natürlich auch dafür gesorgt, dass die Singknaben etwas von dem Land sahen, das sie bereisten: so standen auch Besichtigungen von Museen - wie zum Beispiel einem Bergbaumuseum - oder "freies" Erkunden der Städte auf dem Programm. Nicht immer war dabei jedoch das Schicksal auf unserer Seite. So blieb uns zum Beispiel eine Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn verwehrt, da diese gerade renoviert wird.



Gute Stimmung

Die Konzertreise 2001 wird den Singknaben gewiss in guter Erinnerung bleiben. Neben den gelungenen musikalischen Leistungen stach besonders die gute Stimmung im Chor hervor. Ob während der langen Fahrten oder beim gemeinsamen Ballspiel an den Raststätten - schon fast eine Tradition geworden: sobald der Bus hält, kommt von irgendwo ein Ball her - die Stimmung war durchwegs sehr friedlich und angenehm. So auch beim gemeinsamen Ausgang der grossen Sänger und ihrer Gastfamilien nach dem Konzert. Es konnten Kontakte geknüpft werden, die wohl noch eine ganze Weile halten werden. Zur guten Stimmung trug auch unser Busfahrer Giuseppe bei, der uns nun schon zum zweiten Mal geduldig und stets mit einem Schmunzeln durchs Land fuhr.



Dank an Wolfgang Lehmann

Während diese Reise für einige junge Sänger die erste war, war sie für Wolfgang Lehmann die letzte. Viele Jahre lang hat der ehemalige Präsident der Singknaben Reisen in die ganze Welt organisiert. Dafür sind ihm alle, die dabei sein durften, sehr dankbar.

Gabriel Sollberger


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