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von Peter Scherer

Singen ist ein Urbedürfnis des Menschen. Leider wird heute nur noch wenig gesungen, etwa im Kindergarten, auf der Unterstufe oder eben in der Kirche.Wer im Kindesalter Gelegenheit hat sich mit seiner Stimme und seinem Gehör in eine Chorgemeinschaft einzubringen, macht eine wunderbare Erfahrung! Eine Erfahrung, die vielleicht lebenslänglich zu einem Bedürfnis wird. Singen in der Gemeinschaft befreit und macht glücklich! Dies beweisen die Sänger in der hintersten Reihe,Tenöre und Bässe,welche seit 10 oder 15 Jahren regelmässig mitsingen. So freut es mich ganz besonders, dass mein Sohn Silvan schon über 10 Jahre mitsingt und mich begleitet.

Gerne wird unterschieden zwischen weltlicher und geistlicher Chormusik. Die Musik selber macht diesen Unterschied eigentlich nicht. Der allergrösste Teil der Chorliteratur in unserem Kulturkreis ist geistliche Chormusik, also zum Lobe Gottes geschrieben. Sängern, denen es gelingt etwa im Mozart Requiem, der Johannes-Passion von Bach oder in anderen geistlichen Werke mitwirken zu dürfen, können erleben, in eine andere Sphäre gehoben zu werden, zu einem Durchblick, vielleicht in den Himmel!

Da kann eigentlich nur noch gelten was in der Motette «Jesu meine Freude» von Bach gesungen wird:

Tobe Welt und springe Ich steh hier und singe In gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in Acht. Erd und Abgrund muss verstummen Ob sie noch so brummen.

(Römerbrief 8,2)




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