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Bereits zum zweiten Mal fand das Frühlingslager der Singknaben dieses Jahr  im schönen Fischerdörfchen Vira/Gambarogno statt. Am Bündelitag, früh am Morgen, brach die erste Gruppe, geleitet von Andreas Müller, Desmond Hirschi, David Holzer und Cédric Meyrat, nach Vira auf. Nach einer kurzweiligen Zugfahrt in Cadenazzo angekommen, stellte man erfreut fest, daß sich außer den größeren Postautos nichts verändert hatte. Mit diesem reiste die Gruppe weiter nach Vira. Wenig später wurde schon das erste Tischlied gesungen. Peter Scherer sorgte die ganzen zwei Wochen für die Verpflegung und stellte unter Beweis, daß er nicht nur Chorleiter, sondern auch ein erstklassiger Koch ist.

Wann immer es in der Freizeit möglich war, gingen wir hinaus ins Freie. Das Wetter war meist schön und so wurde der Sportplatz rege benutzt. Beim Fussball- und Basketballspielen kamen die Singknaben in Kontakt mit den jungen Einwohnern von Vira. Beinahe jeden zweiten Tag gab es ein kleines Fussball- oder Basketballturnier. Viel Zeit wurde am See verbracht, wobei sich einige mit dem Fischen versuchten. Andere lernten, mit flachen Steinen zu schiefern. Einmal bekamen die Singknaben auch die Gelegenheit, Vira "per Postenlauf" zu erkunden. Und wenn es tatsächlich einmal regnete, so verbrachte man einen gemütlichen Nachmittag mit Gesellschaftsspielen oder einem Film in der Casa Azzurra.
Auch am Abend gab es keinen Grund zu Langeweile. Man versammelte sich im "Ring", wo vor allem Ratespiele oder die täglich von Peter Scherer vorgelesene Gutenachtgeschichte großen Anklang fanden. Hier fanden auch verschiedene Preisverleihungen statt: Für den Gewinner der "Frage des Tages", die jeden Morgen am Anschlagbrett hing, für die Bewohner des bestaufgeräumten Zimmers und für die Sieger des Fussball- oder Basketballturniers.

Doch neben der vielen Freizeit kam auch "der Ernst des Lebens" nicht zu kurz. Pro Tag standen zwei Proben auf dem Programm, die von allen gewissenhaft absolviert wurden. Die Sänger erarbeiteten Motetten von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz und legten dabei erstaunliche Leistungen an den Tag. Manche schafften es sogar, am Ende der Woche die siebzehn Seiten von Bachs "Lobet den Herrn alle Heiden" allein vorzusingen! Peter Scherer hatte das Erarbeiten der Stücke mit den jungen Sängern zwei anderen Lagerleitern überlassen.

Samstagmorgen mußten die Singknaben der Gruppe eins früh aufstehen, um die Heimreise anzutreten und die Casa Azzurra der zweiten Gruppe unter der Leitung von Gabriel Sollberger, Jonas Glutz und Jan Börner zu überlassen. In der zweiten Woche durfte sogar einmal Geburtstag gefeiert werden: Giacomo Branger wurde 9 Jahre alt! Alles in allem können beide Gruppen auf ein schönes Lager zurückblicken, in dem vor allem die Geselligkeit nicht zu kurz kam.


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